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Checkliste Persönliches Budget: Diese Unterlagen brauchen Sie für den Antrag

Porträt von Steffen RegenhardtZuletzt geprüft am 24.07.2026 von Steffen Regenhardt2 Min. Lesezeit

Inhalt dieses Artikels

Je vollständiger die Unterlagen sind, desto weniger Rückfragen stellt der Leistungsträger im weiteren Verfahren. Was das Persönliche Budget ist und wie das Verfahren abläuft, erklärt unser Überblick zum Persönlichen Budget; welche Leistungen dahinterstehen, der Überblick Eingliederungshilfe.

1. Persönliche Unterlagen

Basisdokumente

□ Personalausweis (Kopie)
□ Einkommens- und Vermögensnachweise
□ Beleg für den Kontostand (z.B. aktueller Kontoauszug)

Medizinische Nachweise

□ Aktuelle ärztliche Atteste
□ Befundberichte von Fachärzten
□ Aktuelle Diagnosen
□ Therapieberichte
□ Reha-Berichte und Entlassungsberichte
□ Aktuelle Medikamentenliste

Vorhandene Bescheide

□ ggf. Kopie vom Schwerbehindertenausweis
□ ggf. Nachweis über Pflegegrad und Gutachten des Medizinischen Dienstes
□ Bescheide über bisherige Leistungen (v.a. Teilhabeleistungen, Pflegeleistungen)
□ ggf. Betreuungsnachweis oder Nachweis der rechtlichen Vertretung

2. Dokumentation des Unterstützungsbedarfs

Alltagseinschränkungen

□ Liste aller Einschränkungen im Alltag
□ Konkrete Beispiele für Problemsituationen
□ Tagebuch über typische Tagesabläufe mit Zeitangaben (mindestens 1 Woche)

Benötigte Unterstützung

□ Detaillierte Auflistung der Hilfebedarfe
□ Zeitlicher Umfang je Hilfeleistung
□ Qualifikationsanforderungen an Assistenzkräfte
□ ggf. Namen und Qualifikationen gewünschter Assistenzpersonen

Ziele

□ Persönliche Zielsetzungen (Grundlage der späteren Zielvereinbarung nach § 29 Abs. 4 SGB IX)
□ Gewünschte Veränderungen
□ Teilhabewünsche
□ Zeitplan zur Zielerreichung

3. Finanzplanung

Bisherige Leistungen

□ ggf. Übersicht aktueller Leistungen inkl. Bescheide der Kostenträger
□ Abrechnungen von Pflegediensten
□ Belege für Eigenanteile

Geplante Kosten

□ ggf. Kostenvoranschläge für Assistenzleistungen
□ Kalkulation der Verwaltungskosten
□ Planung von Vertretungskosten (Krankheit, Urlaub der Assistenz)
□ Aufstellung der Sachkosten
□ ggf. Kosten einer Budgetassistenz

4. Organisatorische Vorbereitungen

Bankverbindung

□ Empfohlen: separates Konto für das Budget einrichten
□ SEPA-Lastschriftmandate vorbereiten
□ Daueraufträge planen

Dokumentationssystem

□ Ordnerstruktur anlegen
□ Formulare für Stundenzettel erstellen
□ System zur Belegablage einrichten
□ Vorlagen für Verwendungsnachweise

Ihre nächsten Schritte

Sind alle Punkte abgehakt, können Sie den Antrag stellen: Eine Vorlage finden Sie im Musterantrag für das Persönliche Budget, den Ablauf des Verfahrens von der Bedarfsermittlung bis zur Zielvereinbarung im Überblick zum Persönlichen Budget.


Diese Checkliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt keine individuelle Beratung. Wenn Sie unsicher sind, welche Leistungen in Ihrer Situation in Frage kommen, prüfen wir das gern gemeinsam mit Ihnen.

Häufige Fragen

Persönliche Dokumente wie den Personalausweis, aktuelle ärztliche Atteste und Befundberichte, vorhandene Bescheide (etwa zu Pflegegrad oder Schwerbehinderung) sowie eine Dokumentation Ihres Unterstützungsbedarfs mit Zeitangaben.

Ein eigenes Gutachten müssen Sie nicht mitbringen. Aktuelle Atteste, Befund- und Reha-Berichte helfen dem Leistungsträger aber, Ihren Bedarf nachzuvollziehen. Die eigentliche Bedarfsermittlung führt der Träger im Verfahren durch (§ 29 SGB IX, bei der Eingliederungshilfe §§ 117 ff. SGB IX).

Vorgeschrieben ist es nicht, aber ein separates Konto wird empfohlen: Sie weisen die Verwendung des Budgets gegenüber dem Leistungsträger nach, und getrennte Zahlungsströme machen die Nachweise deutlich einfacher.